Die Pogo-Anarchie auf dem Vormarsch nach Polen!
06.08.2008 - Volker/Christo

Wahre Pogo-Anarchisten aus Berlin, Brandenburg, Hessen und Bayern haben den Vormarsch über Köstrin nach Polen gewagt. Um 05:45 PM überschritt das erste pogo-anarchistische Vorauskommando die deutsch-polnische Grenze. Im Geländewagen durchquerten sie die Köstriner Innenstadt welche zu dem Zeitpunkt kompletes millitärisches Sperrgebiet war.

Sie arbeiteten sich direkt auf das millitärische Hauptquartier der polnischen Territorialstreitkräfte vor und umgingen sie ohne Verluste. Kurz dahinter bezog das Vorauskommando An der „Haltestelle Woodstock“ das APPD Sammellager. Sofort nach eintreffen wurde die Stellung getarnt und das Gelände gesichert. Anschließend wurden die Verstärkungskräfte kontaktiert und nach erscheinen in die Lagerordnung eingewiesen. Um 10:00 PM war der Widerstand gebrochen, das Lager befestigt und der Sturm auf den Tresen freigegeben.

Die speziell ausgebaute APPD-Stellung war gleich von Anfang an Anziehungspunkt für unsere polnischen Nachbarn, welche sich gleich auf unseren Bierbänken niederliesen und sich mit uns verbrüderten. Unsere Sprachgewandtheit bestand aus wenigen überlebenswichtigen Worten wie "Kurwa", "spirdallaj", "Pivo" und "Papierosen".

3 Tage lang mit Livebands, bei freien Eintritt und frisch gezapften kühlen Bier für umgerechnet 90 Cent der halbe Liter, lebten wir die Pogo-Anarchie. Das schien den Polskis zu gefallen und so konnten wir unzählige davon für die Pogo-Anarchie rekrutieren.

Die Haltestelle Woodstock kann als größte temporäre europäische Asoziale-Parasiten-Zone betrachtet werden. Saufen, ficken, fressen, den ganzen Tag die ganze Nacht. Tag und Nacht spielt keine Rolle. Was gibt es schöneres als schöne Frauen und kühles Bier.
Unter dem Motto „Frieden, Freiheit, Abenteuer“ feierten 200.000 partylustige hochentwickelte Primaten 5 Tage lang ausgelassen friedlich zusammen.

Die wenigen Leistungsfetischisten standen hinter der riesigen Theke und versorgten die Masse barrierefrei wunderbar mit Hopfensaft, ausschliesslich. Es gab nur Bier, Bier und nochmal Bier! TYSKIE BIER!

Auch die Gewaltmenschen konnten es nicht lassen an dem Festival teilzunehmen und beteiligten sich mit einem Rekrutierungskamp gleich neben dem Festivalgelände. So konnten die Gewalttäter, Kriegsfetischisten und Schießwütigen sich gleich in ihren Gewalt-Erlebnis-Park ihrer Wahl - hier bevorzugt die polnischen – melden.

Nach 5 Tagen und Nächten schwerer Belagerung unseres Kamps und ausgiebiger Aufklärungsarbeit waren die Kräfte ausgelaugt. Die ersten Ausfallerscheinungen wie Müdigkeit und chronisches Delirium überkamen einige Pogo-Anarchisten, wohingehen andere durchaus auch mal mehrere Tage verschwunden waren.

Leider konnten wir den riesigen Ansturm nur 5 Tage lang standhalten und beschlossen einen taktischen Rückzug um nächstes Jahr aufs neue anzugreifen.
Die APPD ist ganz klar der Meinung: Der Vormarsch nach Polen kann als überwältigender Erfolg angesehen werden. Wir kommen wieder!

Pogo Heil! und bis zum nächsten Jahr auf der Haltestelle Woodstock.