Für ein Recht auf Kinderarbeit!
22.09.2008 - Volker
Die APPD propagiert seit vielen Jahren "Arbeit ist Scheiße!" und viele sind darüber entsetzt. Wie soll ein Mensch ohne Arbeit leben? Ja ein Mensch muss doch arbeiten um zu leben. Dieser Meinung sind auch viele Kinder auf dieser Welt. Wohingegen wir "Für ein Recht auf Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich!" kämpfen, setzen sie sich für ein "Recht auf Kinderarbeit!" ein. Hiermit können wir alle entsetzten Menschen, welche unseren Slogan "Arbeit ist Scheiße!" damit verbinden, dass keiner mehr arbeiten gehen wird wenn er nicht muss, beruhigen. Es ist eben nicht so, dass wir dafür sind das keiner mehr arbeitet, es reicht uns schon wenn diejenigen von der Arbeit befreit werden welche nicht arbeiten wollen und wie die Kinderbewegung für ein "Recht auf Kinderarbeit!" deutlicht zeigt, gibt es wohl jede Menge arbeitswilliger Leistungsfetischisten, welche wir im vollen Ausmaß unterstützen.

"Lisandro will arbeiten!"
Lisandro: Ich bin vierzehn Jahre alt und lebe in einem Armenviertel Limas (Peru). Seit meinem fünften Lebensjahr arbeite ich in einer Bäckerei und verkaufe Brötchen auf der Straße. So verdiene ich nicht nur mein Schulgeld selbst, sondern ernähre gemeinsam mit meiner Mutter die ganze Familie. Als Mitglied der Jugend-Organisation NATs (Ninos y adolescentes trabajadores) kämpfe ich für das Recht des Kindes auf Arbeit - für legale Kinderarbeit also mit kindgerechten Arbeitsbedingungen. Dafür gehe ich mit meinen Freunden auch auf die Straße.

"Bin zehn, suche Arbeit!"
Aida: ich bin erst zehn Jahre alt und schon arbeitslos. Ich würde so gerne am "richtigen" Leben in der Erwachsenenwelt teilnehmen. Unterhaltungssendungen finde ich nicht wirklich unterhaltsam und sinnlos, die Zeit totzuschlagen ist mir ein Gräuel. Ja, wenn ich eine Arbeit hätte, glaube ich, wäre alles anders!

"Alexandra hilft alten Leuten!"
Alexandra: Ich helfe nachmittags alten Leuten. Das gibt mir das Gefühl, gebraucht zu werden. Mit dem Geld unterstütze ich meine Familie finanziell. Es gibt einem auch Selbstbewusstsein. Man weiß, dass man was Gutes tut, man weiß dann, dass man für etwas zu gebrauchen ist. Dass es jemand zu schätzen weiß, was man tut.
Während sich die UNO "Für ein Verbot von Kinderarbeit!" einsetzt, sind die Kinder der Bewegung "Recht auf Kinderarbeit!" vehement gegen diese UNO-Forderung. Da bleibt die Frage: Ist die UNO-Forderung nach einem "Verbot von Kinderarbeit!" nicht etwa sogar ein Verstoß gegen das Menschenrecht? Seit den Veröffentlichungen des ehemaligen UNO-Diplomaten Hans-Christof von Sponeck wissen wir das auch die UNO zum Teil ein korrupter Haufen ist, nicht alles, sei nochmal in aller Deutlichkeit erwähnt, ist korrupt, aber so einiges, wie z.B. ihr gnadenloses Sanktionsregime. Hans-Christof von Sponeck's spektakulärer Rücktritt als UNO-Diplomat im Jahre 2000 war eine bewusste Entscheidung für die primäre Verantwortung gegenüber den Menschenrechten. Schlußfolgernd ist unsere Forderung "Für ein Recht auf Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich!" im Bezug auf Kinderarbeit und überhaupt viel mehr mit den Menschenrechten vereinbar als ein "Verbot von Kinderarbeit!".
Mit der Kinderbewegung "Für ein Recht auf Kinderarbeit!" nimmt die Aussage "Die Welt gehört in Kinderhände!" doch eine ganz andere Bedeutung an.
Kinder an die Macht! ? (Quelle: Doku von Silvia Kaiser & Uschi Hansen)